Tuesday, 24 January 2012

WORLD CE CONGRESS

German pioneer's 'long overdue' recognition

I am ashamed to say that I have only just found this year-old German report 
Wer behindert wen?
Karin Weber mit dem Honorary Conductor Award geehrt
Den leitenden Fragestellungen wer eigentlich wen behindert, wer wem hilft bzw. vor allem wie geholfen wird und mit welchen Vor- und Nachteilen, damit setzt sich Professorin Dr. Karin Weber (Fakultät II) seit drei Jahrzehnten wissenschaftlich auseinander. Dabei ging und geht es ihr immer um strukturelle, institutionelle und inhaltliche Fragen, vor allem aber um Qualität und Effektivität der Förderung und Rehabilitation von Menschen mit Behinderungen. Im Rahmen des 7th World Congress on Conductive Education in Hongkong wurde Karin Weber im Dezember 2010 mit dem Honorary Conductor Award für ihr langjähriges wissenschaftliches Wirken auf diesem Gebiet international gewürdigt.
Das komplexe und integrative System Konduktiver (zusammenführender) Förderung (engl. „Conductive Education”) für Menschen mit zerebralen Beeinträchtigungen, hervorgerufen z.B. durch Sauerstoffmangel bei der Geburt, durch neurodegenerative Erkrankungen wie Multiple Sklerose, Parkinson Syndrom, nach Apoplex oder Schädel-HirnTraumata nach Unfällen, unterscheidet sich von dem bei uns üblichen additiven Förder- und Rehabilitationssystem. D.h. während bei uns üblicherweise therapeutische, bildende und fördernde sowie pflegerische Bereiche voneinander getrennt Einfluss auf Betroffene nehmen, sind im Rahmen konduktiver Förderung diese Bereiche zusammengeführt und werden nicht von unterschiedlichen Fachleuten betreut oder behandelt sondern von einer Bezugsperson, die in allen drei Bereichen qualifiziert ist. 
Als Karin Weber vor 25 Jahren auf dieses außergewöhnliche Fördersystem stieß, wurde ihre wissenschaftliche Neugier nicht nur geweckt, sondern geradezu aufgerüttelt. Mit einem breit angelegten Pilotprojekt wurde ein klinischer Modellversuch ab 1990 vom Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung in Auftrag gegeben. Es folgten ab Mitte der 90er Jahre weitere Forschungsprojekte in Köln sowie in München. Große wissenschaftliche Verdienste sind vor allem die theoretische Begründung und Reformierung des Mitte der 40er Jahre in Ungarn entstandenen komplexen Fördersystems, die von ihr herausgegebene siebenbändige Buchreihe zum Thema, zahlreiche Publikationen und Vorträge, die Mitbegründung der Europäischen Assoziation, die Evaluation eines EU-ComeniusProjektes mit dem Ziel einen europäischen BA-Studiengang zu begründen. Daneben rief sie den Verein für Konduktive Förderung ins Leben, der später zur Gründung des Instituts ScoRe (Siegener complexe Rehabilitation), führte. Die von ihr und ihren Mitarbeitern begründete Theorie der Konduktiven Förderung, ihre Publikationen, Vorträge und ihr fachlicher Rat werden weltweit anerkannt und geschätzt.
Dafür erhielt sie auf Vorschlag der Internationalen Petö Association (IPA) vom Conductors College Budapest – wie in der Laudatio hervorgehoben „längst überfällig“– im Rahmen der Eröffnungsfeiern für den 7th World Congress on Conductive Education in Hongkong im Dezember den Honorary Conductor Award für ihr langjähriges wissenschaftliches Wirken.
What further undiscovered reports of this event remain tucked away out there in Cyberspace?

Reference


– (2011) Querschnitt: Zeitung der Universität Siegen, nr.1, p.10

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